- Ein 25-kg-Sack Normalzement kostet im Baumarkt 2026 rund 5,25 bis 5,95 Euro, das sind 21 bis 24 Cent pro Kilogramm.
- Trasszement für Naturstein ist mit etwa 8,95 Euro je Sack deutlich teurer.
- Im Mai 2026 lagen die Erzeugerpreise für Zement laut Destatis nur 0,4 Prozent über dem Vorjahr.
- Im Jahresschnitt 2025 war Zement 57,7 Prozent teurer als 2021.
- Ab 2026 sinkt die kostenlose CO2-Zuteilung für Zementwerke schrittweise, das hält die Preise hoch.
Inhalt · 5 Abschnitte
Was kostet Zement 2026?
Ein 25-Kilogramm-Sack Normalzement kostet im Baumarkt 2026 rund 5,25 bis 5,95 Euro. Das entspricht 21 bis 24 Cent pro Kilogramm und hochgerechnet etwa 210 bis 240 Euro pro Tonne bei Sackware. Spezialzemente sind teurer, ein Sack Trasszement für Natursteinarbeiten liegt bei etwa 8,95 Euro. Lose Ware aus dem Silo für gewerbliche Kunden ist pro Tonne günstiger und wird individuell verhandelt.
Die Preise stammen aus dem Online-Sortiment großer Baumärkte mit Stand Oktober 2026 und enthalten die Mehrwertsteuer. Regional und je nach Aktion weichen sie um einige Cent ab. Viele Märkte geben ab etwa 30 bis 56 Säcken einen Mengenrabatt.
Zementpreise im Baumarkt
| Produkt | Zementart | Preis je 25-kg-Sack | Preis je kg |
|---|---|---|---|
| Portlandkompositzement | CEM II/B-M (V-LL) 42,5 N | 5,25 Euro | 0,21 Euro |
| Portlandzement | CEM I 42,5 N | 5,95 Euro | 0,24 Euro |
| Trasszement | Trass-Zement für Naturstein | 8,95 Euro | 0,36 Euro |
| Zum Vergleich: Trockenbeton | Fertigmischung C25/30 | 4,15 Euro | 0,17 Euro |
| Zum Vergleich: Mauermörtel | Fertigmischung | 3,75 Euro | 0,15 Euro |
Quelle: Hornbach, Online-Preise im Oktober 2026. Trockenbeton und Mörtel sind pro Kilogramm billiger, weil sie überwiegend aus Sand und Kies bestehen. Für einen Kubikmeter Beton braucht man aber deutlich mehr Säcke als bei der eigenen Mischung.
Wie haben sich die Zementpreise entwickelt?
Zement ist seit 2021 massiv teurer geworden, 2026 steigen die Preise aber nur noch leicht. Laut Statistischem Bundesamt lagen die Erzeugerpreise für Zement im Jahresschnitt 2025 um 57,7 Prozent über dem Niveau von 2021. Im Mai 2026 waren sie nur 0,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Zement bleibt damit auf einem hohen Plateau, während andere Baustoffe wie Bitumen und Schnittholz zuletzt stärker zulegten.
Der große Sprung kam mit der Energiekrise 2022. Zementwerke brauchen viel Energie, um Kalkstein bei sehr hohen Temperaturen zu Klinker zu brennen. Als Gas, Strom und Kohle teurer wurden, gaben die Hersteller die Kosten weiter. Seitdem sind die Preise nicht wieder gesunken.
Zement im Vergleich zu anderen Baustoffen
| Baustoff | Veränderung Mai 2026 zu Mai 2025 | Veränderung 2025 zu 2021 |
|---|---|---|
| Zement | plus 0,4 Prozent | plus 57,7 Prozent |
| Frischbeton | plus 2,5 Prozent | plus 35,3 Prozent |
| Bausand | plus 3,1 Prozent | plus 42,6 Prozent |
| Betonstahl in Stäben | plus 5,0 Prozent | minus 13,0 Prozent |
| Dachziegel | plus 0,6 Prozent | plus 42,4 Prozent |
Quelle: Destatis, Pressemitteilung vom 24. Juni 2026. Neuere Zahlen zeigen bei anderen Baustoffen wieder mehr Dynamik: Betonstahl kostete im August 2026 laut Destatis 6,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Was das für Bauherren bedeutet
Für das ganze Haus zählen die Baupreise, nicht nur der Zementpreis. Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude stiegen im August 2026 um 5,5 Prozent gegenüber August 2025. Betonarbeiten wurden um 4,3 Prozent teurer, Mauerarbeiten um 4,2 Prozent. Der Grund liegt vor allem bei Löhnen und Ausbaugewerken, weniger beim Zement selbst. Einen breiten Überblick über aktuelle Materialpreise gibt unser Beitrag zu den Baustoffpreisen für Stahl, Holz und Beton.
Warum ist Zement so teuer?
Zement ist teuer, weil seine Herstellung viel Energie verbraucht und große Mengen CO2 freisetzt, für die Zementwerke im EU-Emissionshandel bezahlen müssen. Beim Brennen von Kalkstein zu Klinker entsteht CO2 nicht nur durch den Brennstoff, sondern auch chemisch aus dem Gestein selbst. Ab 2026 erhalten Zementwerke schrittweise weniger kostenlose Zertifikate, gleichzeitig startet der CO2-Grenzausgleich CBAM für Importe. Das hält die Preise auf hohem Niveau.
Der CO2-Preis wird schrittweise voll wirksam
Bisher bekamen Zementwerke einen großen Teil ihrer Emissionsrechte kostenlos, um Abwanderung ins Ausland zu verhindern. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle wird diese kostenlose Zuteilung für die betroffenen Produkte zwischen 2026 und 2034 schrittweise abgebaut. Zum Ausgleich gilt seit dem 1. Januar 2026 die Regelphase des CO2-Grenzausgleichs CBAM. Importeure von Zement, Stahl, Aluminium, Düngemitteln, Wasserstoff und Strom müssen dann für die enthaltenen Emissionen zahlen.
Wie direkt die Kosten weitergegeben werden, zeigt ein Blick in Preislisten von Betonwerken. Ein Transportbetonwerk in Oberbayern nennt in seiner ab 1. April 2026 gültigen Liste die Zementpreisliste vom 1. Januar 2026 als Preisbasis. Es behält sich ausdrücklich vor, Kostensteigerungen bei Energie, CO2-Besteuerung oder Lohn voll weiterzuberechnen.
Die wichtigsten Preistreiber
| Preistreiber | Wirkung auf den Zementpreis |
|---|---|
| Energie für den Drehrohrofen | hoher Anteil an den Herstellkosten, reagiert stark auf Gas-, Kohle- und Strompreise |
| CO2-Zertifikate | steigender Kostenanteil, weil kostenlose Zuteilung ab 2026 sinkt |
| Transport | Zement ist schwer, lange Wege verteuern die Lieferung deutlich |
| Nachfrage | schwacher Wohnungsbau bremst, Infrastrukturprojekte stützen |
| Investitionen in CO2-Abscheidung | langfristig Kosten für neue Anlagen |
Wie es mit den Preisen weitergeht
Eine verlässliche Prognose für den Zementpreis gibt es nicht. Drei Faktoren sprechen dafür, dass er hoch bleibt: die schrittweise sinkende kostenlose CO2-Zuteilung, die zuletzt wieder gestiegenen Energiepreise und hohe Investitionen der Werke in klimafreundlichere Verfahren. Laut Destatis lagen die Energiepreise im August 2026 um 8,3 Prozent über dem Vorjahresmonat. Dämpfend wirkt dagegen die schwache Nachfrage im Wohnungsbau. Für Bauherren heißt das: Mit deutlich sinkenden Zementpreisen sollte man 2026 und 2027 nicht rechnen. Wer größere Mengen braucht, sollte Preise bei mehreren Händlern und Betonwerken vergleichen und Festpreise vereinbaren.
Welcher Zement eignet sich wofür?
Für die meisten Arbeiten am Haus genügt ein Portlandkompositzement CEM II der Festigkeitsklasse 32,5 oder 42,5, der zugleich am günstigsten ist. Reiner Portlandzement CEM I härtet schneller und ist etwas teurer. Trasszement verwenden Profis für Natursteine, weil er Ausblühungen und Verfärbungen verringert. Für Fundamente, Bodenplatten und Wände mit Bewehrung bestellen Bauherren in der Regel Transportbeton statt selbst zu mischen.
Zementarten im Überblick
| Zementart | Kurzzeichen | Typischer Einsatz | Preisniveau |
|---|---|---|---|
| Portlandzement | CEM I | schnelle Festigkeit, Fertigteile, kühles Wetter | mittel |
| Portlandkompositzement | CEM II | Mauern, Pflaster, Fundamente im Garten, Estrich | günstig |
| Hochofenzement | CEM III | massige Bauteile, Bauteile im Grundwasser | mittel |
| Trasszement | Trass-Zement | Naturstein verlegen und verfugen | hoch |
| Schnellzement | Spezialprodukt | Reparaturen, Dübel und Anker setzen | sehr hoch |
Die Zahl hinter der Zementart gibt die Mindestdruckfestigkeit nach 28 Tagen in Newton pro Quadratmillimeter an. Der Buchstabe R steht für hohe, N für normale Anfangsfestigkeit. CEM-II-Zemente enthalten neben Klinker auch Kalkstein, Hüttensand oder Flugasche. Sie verursachen dadurch weniger CO2 und sind deshalb oft günstiger.
Wie viel Zement brauche ich und was kostet das?
Wie viel Zement Sie brauchen, hängt vom Mischungsverhältnis ab. Für einfachen Beton im Garten gilt als grobe Faustregel 1 Teil Zement auf 4 Teile Kies-Sand-Gemisch, für Mauermörtel etwa 1 Teil Zement auf 3 bis 4 Teile Sand. Für einen Kubikmeter Normalbeton werden je nach Festigkeit etwa 250 bis 350 Kilogramm Zement verbaut, also 10 bis 14 Säcke. Das kostet im Baumarkt rund 55 bis 85 Euro.
Dazu kommen Kies, Wasser, ein Mischer und vor allem die eigene Arbeitszeit. Ab etwa einem Kubikmeter lohnt sich deshalb meist Transportbeton aus dem Werk. Er wird in gleichbleibender Qualität geliefert und mit Prüfzeugnis, was für tragende Bauteile ohnehin Pflicht ist.
So berechnen Sie den Zementbedarf
- Volumen ermitteln: Länge mal Breite mal Höhe des Bauteils in Metern, etwa 2 m mal 0,4 m mal 0,8 m für ein Streifenfundament ergibt 0,64 Kubikmeter.
- Zementgehalt ansetzen: Für einfachen Beton etwa 300 Kilogramm pro Kubikmeter rechnen.
- Menge berechnen: 0,64 mal 300 ergibt 192 Kilogramm, also rund 8 Säcke à 25 Kilogramm.
- Reserve einplanen: 10 Prozent mehr für Verluste und Ungenauigkeiten.
- Kosten vergleichen: Sackzement plus Kies gegen Trockenbeton und gegen Transportbeton inklusive Lieferpauschale.
Typische Fehler beim Zementkauf
- Zu viel auf Vorrat kaufen: Sackzement ist chromatarm eingestellt und nur begrenzt lagerfähig. Achten Sie auf das aufgedruckte Datum.
- Feucht lagern: Zement zieht Feuchtigkeit und verklumpt. Lagern Sie die Säcke trocken auf einer Palette.
- Falsche Zementart wählen: Für Naturstein kein normaler Zement, sonst drohen Flecken und Ausblühungen.
- Mischung nach Gefühl: Zu viel Wasser senkt die Festigkeit deutlich. Halten Sie sich an die Angaben auf dem Sack.
- Trockenbeton für große Mengen: Für Fundamente mit mehreren Kubikmetern ist Transportbeton fast immer günstiger und sicherer.
Welche Baustoffe sich für welches Bauteil eignen und wie es um ihre Klimabilanz steht, lesen Sie im Baustoffe-Ratgeber.
Häufige Fragen
Was kostet ein Sack Zement 2026?
Ein 25-kg-Sack Normalzement kostet im Baumarkt rund 5,25 bis 5,95 Euro. Trasszement liegt bei etwa 8,95 Euro je Sack.
Was kostet eine Tonne Zement?
Als Sackware hochgerechnet etwa 210 bis 240 Euro pro Tonne. Lose Ware aus dem Silo ist für gewerbliche Kunden günstiger und wird individuell verhandelt.
Wird Zement 2026 teurer?
Nur leicht. Im Mai 2026 lagen die Erzeugerpreise laut Destatis 0,4 Prozent über dem Vorjahr. Der sinkende Anteil kostenloser CO2-Zertifikate spricht aber gegen fallende Preise.
Warum ist Zement seit 2021 so viel teurer geworden?
Wegen der stark gestiegenen Energiekosten seit 2022 und steigender CO2-Kosten. Im Jahresschnitt 2025 war Zement 57,7 Prozent teurer als 2021.
Lohnt sich Trockenbeton statt Zement?
Für kleine Mengen ja, weil das Mischen einfacher ist. Ab etwa einem Kubikmeter ist Transportbeton meist günstiger und liefert gleichbleibende Qualität.
Quellen
- Preise für viele Baumaterialien im Mai 2026 deutlich gestiegen
- Erzeugerpreise im August 2026: +4,6 % gegenüber August 2025
- Baupreise für Wohngebäude im August 2026: +5,5 % gegenüber August 2025
- Schutz vor Carbon Leakage
- Zement 25 kg
- Preisliste Transportbeton gültig ab 01.04.2026
- Baumaterialpreise im Mai 2026: Welche Baustoffe besonders teurer wurden
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