- Von Januar bis August 2026 erteilte die KfW 296.524 Zusagen für die Heizungsförderung, 272.026 davon für Wärmepumpen.
- Der Anteil der Wärmepumpen an allen Heizungszusagen lag damit bei 91,7 Prozent.
- Im Juli 2026 wurden 44.041 Wärmepumpen gefördert, mehr als doppelt so viele wie im Januar mit 21.243.
- Laut BDH wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 194.500 Heizungs-Wärmepumpen verkauft, 40 Prozent mehr als 2025.
- Seit 21. Juli 2026 gibt es keinen Effizienzbonus mehr, die förderfähigen Kosten liegen bei 28.000 Euro.
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Wie viele Wärmepumpen fördert die KfW 2026?
Von Januar bis August 2026 hat die KfW 272.026 Förderzusagen für Wärmepumpen erteilt. Das geht aus der Statistik zur BEG-Heizungsförderung hervor, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums veröffentlicht wird. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum 296.524 Zusagen für neue Heizungen. Wärmepumpen kamen damit auf einen Anteil von 91,7 Prozent. Die monatlichen Zahlen haben sich seit Jahresbeginn ungefähr verdoppelt.
| Monat 2026 | Zusagen Heizung gesamt | davon Wärmepumpe | Anteil Wärmepumpe |
|---|---|---|---|
| Januar | 23.483 | 21.243 | 90,5 % |
| Februar | 28.830 | 25.933 | 90,0 % |
| März | 36.606 | 33.151 | 90,6 % |
| April | 34.952 | 31.910 | 91,3 % |
| Mai | 36.638 | 33.490 | 91,4 % |
| Juni | 42.515 | 39.099 | 92,0 % |
| Juli | 47.402 | 44.041 | 92,9 % |
| August | 46.098 | 43.159 | 93,6 % |
| Januar bis August | 296.524 | 272.026 | 91,7 % |
Die Zahlen zählen Zusagen ohne Zusatzanträge. Bei Mehrfamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften wird also nur der Basisantrag gezählt; eine Zusage kann mehrere Wärmeerzeuger umfassen. Im Schnitt der ersten acht Monate sagte die KfW rund 34.000 Wärmepumpen pro Monat zu. Der Juli war mit 44.041 Wärmepumpen der bisher stärkste Monat des Jahres, der August lag nur knapp darunter.
Warum stiegen die Zusagen im Sommer so stark?
Der Anstieg im Juni und Juli hängt vor allem mit der Reform der Förderung zusammen. Zum 21. Juli 2026 wurden die Konditionen für die Heizungsförderung geändert: Der Effizienzbonus fiel weg, der Klimageschwindigkeitsbonus sank, die förderfähigen Kosten wurden gekürzt. Viele Eigentümer stellten ihren Antrag deshalb noch vor dem Stichtag. Bemerkenswert ist, dass die Zusagen im August trotz schlechterer Bedingungen kaum zurückgingen.
Die Bonusstatistik zeigt den Umbruch deutlich. Im Juni erhielten noch 34.403 Zusagen den Effizienzbonus, im August waren es nur noch 2. Gleichzeitig stieg die Zahl der Zusagen mit Einkommensbonus von 9.873 im Juni auf 15.805 im August. Haushalte mit niedrigerem Einkommen machen damit einen wachsenden Teil der Geförderten aus.
| Bonus (Zusagen inkl. Zusatzanträge) | Januar 2026 | Juni 2026 | August 2026 | Januar bis August |
|---|---|---|---|---|
| Zusagen insgesamt | 28.190 | 50.862 | 55.380 | 355.597 |
| Einkommensbonus | 5.858 | 9.873 | 15.805 | 76.680 |
| Klimageschwindigkeitsbonus | 15.440 | 27.792 | 28.683 | 193.054 |
| Effizienzbonus | 18.756 | 34.403 | 2 | 183.021 |
Im Januar enthielt rund jede fünfte Zusage einen Einkommensbonus, im August mehr als jede vierte. Der Klimageschwindigkeitsbonus für den Austausch einer alten fossilen Heizung blieb mit gut der Hälfte aller Zusagen der häufigste Bonus.
Wie viele Wärmepumpen werden insgesamt verkauft?
Im ersten Halbjahr 2026 verkaufte die Heizungsindustrie laut Branchenverband BDH rund 194.500 Heizungs-Wärmepumpen, 40 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Insgesamt wurden 352.000 Wärmeerzeuger abgesetzt, ein Plus von 19 Prozent. Wärmepumpen stellten damit 55 Prozent aller verkauften Heizungen und lagen deutlich vor den Gasheizungen. Der BDH rechnet für 2026 mit rund 700.000 verkauften Heizungen.
| Heizungsart | Absatz 1. Halbjahr 2026 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| Wärmepumpen | 194.500 | +40 % |
| Gasheizungen | 134.000 | +1 % |
| Biomasseheizungen | 14.000 | −1 % |
| Ölheizungen | 9.500 | −11 % |
| Gesamt | 352.000 | +19 % |
Die Förderzahlen und der Absatz passen zusammen: Im ersten Halbjahr erhielten nach der BEG-Statistik 184.826 Wärmepumpen eine Förderzusage. Das entspricht grob der verkauften Menge, wobei Zusage und Einbau zeitlich auseinanderliegen können. Ein großer Teil der verkauften Geräte dürfte also mit staatlichem Zuschuss eingebaut werden. BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt nannte das Wachstum ein wichtiges positives Signal und forderte verlässliche Rahmenbedingungen.
In welchen Bundesländern wird am meisten gefördert?
Die meisten Zusagen der Heizungsförderung für Wohngebäude entfielen von Januar bis August 2026 auf Nordrhein-Westfalen mit 76.402. Danach folgen Baden-Württemberg mit 56.145 und Bayern mit 55.848 Zusagen. Bundesweit waren es 349.678 Zusagen für Wohngebäude, Zusatzanträge eingerechnet. Die Statistik nennt dabei alle geförderten Heizungsarten, wegen des hohen Anteils prägen aber die Wärmepumpen das Bild.
| Bundesland | Zusagen Wohngebäude Jan. bis Aug. 2026 |
|---|---|
| Nordrhein-Westfalen | 76.402 |
| Baden-Württemberg | 56.145 |
| Bayern | 55.848 |
| Niedersachsen | 41.149 |
| Hessen | 29.018 |
| Rheinland-Pfalz | 23.120 |
| Schleswig-Holstein | 15.390 |
| Sachsen | 9.907 |
Auffällig ist der Abstand zwischen Flächenländern mit vielen Einfamilienhäusern und den Stadtstaaten. Berlin kam auf 4.559 Zusagen, Hamburg auf 3.838 und Bremen auf 1.911. In Großstädten mit vielen Mietwohnungen und Fernwärme spielt die Einzelheizung eine kleinere Rolle.
Welche Förderung gibt es aktuell für Wärmepumpen?
Seit dem 21. Juli 2026 zahlt die KfW für eine Wärmepumpe eine Grundförderung von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Selbstnutzende Eigentümer erhalten zusätzlich 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und je nach Einkommen bis zu 40 Prozent Einkommensbonus. Zusammen sind höchstens 70 Prozent möglich, in der niedrigsten Einkommensstufe bis zu 80 Prozent. Förderfähig sind für die erste Wohneinheit höchstens 28.000 Euro.
Daraus ergibt sich ein maximaler Zuschuss von 19.600 Euro, in der niedrigsten Einkommensstufe von 22.400 Euro. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte, bis er am 1. August 2028 ganz entfällt. Auch die förderfähigen Kosten für die erste Wohneinheit sinken ab Februar 2027 alle sechs Monate um 750 Euro. Wer ohnehin tauschen will, profitiert also von einem frühen Antrag.
- Beratung: Fachbetrieb oder Energieeffizienz-Experten beauftragen und die Bestätigung zum Antrag erstellen lassen.
- Vertrag: Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung der Förderzusage abschließen.
- Antrag: Im Portal Meine KfW vor Beginn der Arbeiten den Zuschuss beantragen.
- Umsetzung: Die Maßnahme innerhalb von 36 Monaten durchführen.
- Nachweis: Bestätigung nach Durchführung einreichen, danach wird der Zuschuss ausgezahlt.
Was eine Wärmepumpe im Bestand insgesamt kostet und wie sich die Förderung auf die Rechnung auswirkt, erklärt unser Beitrag zur Wärmepumpe im Altbau. Einen Überblick über Heizung, Dämmung und alle Förderprogramme gibt der Ratgeber Energie & Sanierung. Die Zahlen entsprechen dem Stand Oktober 2026.
Häufige Fragen
Wie viele Wärmepumpen wurden 2026 bisher gefördert?
Von Januar bis August 2026 erteilte die KfW 272.026 Förderzusagen für Wärmepumpen. Das sind 91,7 Prozent aller Zusagen der Heizungsförderung.
Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe seit Juli 2026?
Die Grundförderung beträgt 30 Prozent, dazu kommen 16 Prozent Klimageschwindigkeitsbonus und bis zu 40 Prozent Einkommensbonus. Insgesamt sind höchstens 70 Prozent möglich, in der niedrigsten Einkommensstufe 80 Prozent.
Wie viel Zuschuss gibt es maximal?
Bei förderfähigen Kosten von höchstens 28.000 Euro für die erste Wohneinheit sind es bis zu 19.600 Euro. In der niedrigsten Einkommensstufe sind bis zu 22.400 Euro möglich.
Gibt es den Effizienzbonus noch?
Nein. Der Effizienzbonus ist seit dem 21. Juli 2026 entfallen. Im August 2026 wurde er nur noch in 2 Fällen zugesagt.
Wird die Förderung 2027 schlechter?
Ja. Ab 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus alle sechs Monate um 4 Prozentpunkte, und die förderfähigen Kosten sinken jeweils um 750 Euro.
Quellen
- BEG Heizungsförderung: Anzahl Zusagen nach Wärmeerzeuger und Monaten, 01.01.2026 bis 31.08.2026
- Heizungsmarkt legt zu: Wärmepumpen setzen positive Impulse
- Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude (458)
- Wärmepumpen-Förderung in Juli und August 2026 gestiegen
- Neue Konditionen für die Wärmepumpe-Förderung seit 21. Juli 2026
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